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Behandlung des erblich bedingten Haarausfalls mit Finasterid 1 mg

propeciaDer bei erblich bedingtem Haarausfall eingesetzte Arzneistoff Finasterid ist ein selektiver Inhibitor der Steroid-5α-Reduktase vom Typ II. In Deutschland, der Schweiz und Österreich unterliegt er der Verschreibungspflicht.
Finasterid gilt als 5α-Reduktasehemmer, welcher in den hormonellen Stoffwechsel eingreift. Genauer beeinflusst es das Sexualhormon Testosteron in Dihydrotestosteron. Dies ist bedeutend, da nach heutigem Forschungsstand der Haarfollikel auf Dihydrotestosteron mit einer Verringerung der Wachstumsphase reagiert. Und genau diese Empfindlichkeit ist erblich. Kommt nun Finasterid zum Einsatz, so hemmt es den Abbau des Testosterons in Dihydrotestosteron. Auf diese Weise kommt es zu einer Verlängerung der Wachstumsphase. Der Vorgang funktioniert allerdings nur, so lange das Haarfollikel noch aktiv ist. Der Arzneistoff sollte daher von betroffen Personen so lange genommen werden, wie diese ihre Haare behalten möchten.

Auf diese Weise kann der erblich bedingte Haarausfall um viele Jahre verzögert werden. Mehrere Studien haben nachgewiesen, dass bei 80-90 % der Anwender eine Besserung des erblich bedingten Haarausfalls zu verzeichnen ist. Bei 65% kann sogar eine Verdichtung der Kopfhaare festgestellt werden. Allerdings sollte die Anwendung so früh es geht begonnen werden, da ab dem 45 Lebensjahr keine Wirkung mehr nachgewiesen wurde. Erste Erfolge werden in der Regel nach 3-6 Monaten sichtbar. Wird die Behandlung allerdings unterbrochen, so kann es passieren, dass auch die bereits nachgewachsenen Haarfollikel wieder ausfallen. Aus diesem Grund ist eine dauerhafte Anwendung nötig.

Nach Angaben der Herstellers sind die Nebenwirkungen des Mittels sehr gering. Voraussetzung ist dabei allerdings eine sehr geringe Einnahme von lediglich maximal 1mg pro Tag.
In Einzelfällen wurde eine Vergrößerung der Brust, eine Verkleinerung der Prostata und eine hormonabhängige spärlicherer Körperbehaarung festgestellt. Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sind jedoch keine bekannt. Frauen und Personen unter 18 Jahren sollten den Arzneistoff auf keinen Fall einnehmen.

Finasterid wurde ursprünglich allerdings lediglich bei gutartigen Vergrößerungen der Prostata eingesetzt. Bei dieser Anwendung stellte sich heraus, dass das Arzneimittel einen positiven Effekt auf das Haarwachstum hat. Nach mehreren Studien kam Finasterid schließlich in einer geringeren Dosis von 1 mg unter dem Namen Propecia auf den Markt. In Deutschland ist es seit dem Jahr 1999 als Medikament gegen androgenetischen Haarausfall beim männlichen Geschlecht zugelassen. Allerdings, wie oben bereits erwähnt, ist es verschreibungspflichtig.

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Finasterid, Haarausfall, Medikament gegen Haarausfall
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Minoxidil - Hoffnung bei erblich bedingtem Haarausfall

regaineDaß Minoxidil, ein klinisch geprüfter Wirkstoff, erblich bedingtem Haarausfall entgegenwirkt, wurde durch Zufall entdeckt. Denn eigentlich wird Minoxidil in Tablettenform gegen Bluthochdruck verabreicht. Als Nebeneffekt bemerkten Patienten verstärkten Haarwuchs. Daraufhin entwickelte die Firma Pfitzer in den 80er Jahren das Mittel “Regaine”, eine zweiprozentige topische Lösung zum Auftragen auf die Kopfhaut.

Heute wird Minoxidil meist als fünfprozentige topische Lösung in einer Tinktur verabreicht. Die Produkte “Regaine” der Firma Pfitzer sowie “Signature” von Kirkland sind hier sicher die Meistgekauften. Dabei ist nicht eindeutig geklärt, weshalb Minoxidil den Haarwuchs anregt. Vermutet wird, dass es die Durchblutung von Kopfhaut und Haarwurzeln fördert. Die Wirksamkeit von Minoxidil wurde in einer klinischen Studie an 345 männlichen Patienten mit erblich bedingtem Haarausfall bewiesen. In einer 32-wöchigen Therapie mit zwei- und fünfprozentiger Minoxidillösung kam es zu einer deutlichen Steigerung des Haarwuchses, wobei sich die fünfprozentige Lösung als am wirksamsten erwies.

Die Anwendung einer Minoxidil Tinktur ist dabei denkbar einfach. Die Flüssigkeit wird einfach auf die betroffenen Kopfhaut-Stellen aufgetragen oder als Pumpspray aufgesprüht. Danach sollten die Haare mindestens vier Stunden lang nicht angefeuchtet werden. Die Dauer der Anwendung ist nicht begrenzt, Überdosierungen sind keine bekannt. Es dauert aber mehrere Monate, bis sich der gewünschte Effekt einstellt.

Wer sich für die Anwendung eines solchen Produktes entscheidet, sollte unbedingt dessen Verträglichkeit testen. Der Wirkstoff Minoxidil wird häufig in einer Mischung aus Alkohol, Wasser und Propylenglykol, einem Feuchthaltemittel und Weichmacher, der in verschiedenen Kosmetika verwendet wird, gelöst. Einige Anwender vertragen diese Mischung nicht, so dass Schuppenbildung und Hautreizungen auftreten können. Hier sollte man ein Mittel wählen, das hautfreundlicher ist, beispielsweise Sanosop-LX. Bei diesem Präparat wird das Minoxidil in Sojalecithin gekapselt, das den Wirkstofftransport zur Haarwurzel übernimmt und gleichzeitig die Kopfhaut pflegt.

Beachten sollte man unbedingt, das Minoxidil nur für den Gebrauch auf der hinteren Kopfhaut geeignet ist und keinesfalls im Gesicht oder Augenbereich angewendet werden darf. Für Kinder und Jugendliche sowie für schwangere und stillende Frauen ist Miloxidil nicht geeignet.

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Haartransplantation

Für das Entstehen von Haarausfall kann es verschiedene Gründe geben: Es kann einfach an den Genen liegen, an zu viel Stress oder oft auch an einer falschen Ernährung; über diese Ursachen muss mit einem Arzt gesprochen werden. Wer an Haarausfall leidet, dem hilft eine Haartransplantation. Bei einer Haartransplantation werden Haare von unauffälligen bzw. gut wachsenden Stellen, durch einen chirurgischen Eingriff an eine andere Stelle der Kopfhaut eingepflanzt; sozusagen werden die Haare umverteilt.

Das gesunde Haar, das bei einer Eigenhaartransplantation verpflanzt wird, ist auch an der neuen Stelle unempfindlich gegenüber dem männlichen Hormon DHT, welches oft mit ein Grund für starken Haarausfall ist. Das „neue“ Haar ist vollkommen gesund und wächst an der neuen Stelle völlig normal weiter. Eine solche Haarverpflanzung ist für Frauen ebenso geeignet wie für Männer. Für Frauen ist die Haartransplantation oft einfacher durchzuführen, da sie nicht zur Bildung einer Vollglatze neigen, sondern eher kahle Stellen am Kopf bekommen. Es gibt zwei verschiedene Methoden zur Haartransplantation:

1) Die Entnahme einzelner Haarwurzelgruppen, auch FUE- Technik genannt: Bei dieser Technik handelt es sich um die zurzeit modernste Methode der Haartransplantation. Mit einem ganz feinem Bohrer werden die einzelnen Haargruppen sozusagen aus der Kopfhaut ausgestochen und in der zu behandelnden Stelle wieder eingesetzt. Ein Nachteil dieser Methode ist allerdings der erhöhte zeitliche Aufwand.

2) Die Streifenentnahme, auch Strip- Technik genannt: Die Strip- Technik ist die von Chirurgen am häufigsten angewandte Methode bei einer Haartransplantation. Noch vor dem Eingriff werden die vorhandenen Haare kurz rasiert. Nun werden am Hinterkopf, entlang der Kopfhautlinie, kleine, längere Streifen Hautstücke mit noch gesunden Haarwurzeln abgetrennt. Zur Einpflanzung der Haare wird die Kopfhaut an den gewünschten Stellen leicht aufgeschnitten; die Kopfhaut akzeptiert diese neuen Haare in der Regel sofort. Innerhalb der nächsten drei Tage ist das neue Haar fest angewachsen. In der nächsten Woche kann es zu Wundbildung am Hinterkopf kommen, die allerdings schnell abheilt und auch nicht mehr sichtbar ist, sobald das Haar nachgewachsen ist. Nach der kompletten Heilung werden keine Wunden mehr sichtbar sein.

Die gesamte Behandlung wird unter einer örtlichen Betäubung durchgeführt, so ist sie für den Patienten nahezu schmerzlos. Lediglich nach der Behandlung kann es zu leichten Schmerzen kommen, die aber gut mit Schmerzmitteln zu behandeln sind und bald wieder völlig abklingen. Aufgrund dieses geringen Aufwands sind die Risiken, die bei einer Haartransplantation entstehen, natürlich ziemlich gering, bzw. kaum existent. Der Preis variiert je je nach Haarlänge und Sitzungsdauer. Die Preise liegen bei ca. 2000€ für eine komplette Behandlung, wobei nach oben keine Grenzen gesetzt sind.

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